
Barbara Wiggli (*1966) verwendet in ihren Arbeiten unterschiedliche Materialien und Techniken. Sie schnitzt, fräst, klebt, bemalt, sprayt und verwendet gerne als Basismaterial verschiedene Holzarten. Ihre Ideen schöpft sie aus Strukturen und Bildern, die sie formal interessieren oder Erinnerungen in ihr aufrufen. Dabei wählt sie Strategien des Erschaffens, die entweder auf dem Zusammenfügen von Teilen oder dem Herausarbeiten aus einem Ganzen basieren.
In "Verlierer und Gewinner der letzten 4 Wochen" und "Branchenleader", beide 2012, werden statistische Diagramme aus Tageszeitungen in Objekte umgesetzt, in denen das Gefüge aus Punkten oder Kreisscheiben seiner Bedeutung enthoben wird und zu einem ästhetischen Gefüge mutiert. Bei den Neocolorarbeiten auf Holz aus dem Jahr 2013 scheint es vordergründig ebenfalls um eine Übersetzung eines schon Bestehenden zu gehen. Die hier entstandenen Strukturen aus Kreisen und Linien entspringen jedoch der Imagination der Künstlerin und die Farbzusammenstellung wird zu einem gewissen Grad dem Zufall überlassen, da sie erst durch das Abtragen der oberen schwarzen Schicht wiederum zum Vorschein kommt. "Gefasstes Fliessen", 2014, erinnert ebenfalls an ein Diagramm. Diesem "Holzbild" liegt jedoch eine Abbildung aus einer Nagellackwerbung zu Grunde. Der Moment des Fliessens wird auf zweifache Weise gefasst, indem er erstarrt und reliefflrmig in Holz gemeisselt ist und zusätzlich durch den grauen Lackrahmen hervor gehoben wird.
Einblicke und Durchblicke gewähren gleich mehrere Objekte aus den Jahren 2014 und 2015. Aus fünf Bilderrahmen setzt Barbara Wiggli in "Den Rahmen sprengen", 2015, einen neuen "Bedeutungsrahmen" zusammen. In "Einblick", 2014, wurde aus einem einzigen Stück Pappelsperrholz ein Stecksystem aus Positiv- und Negativformen gebildet, das zu einem Sehobjekt wird, das durch die blaue Bemalung vermeintliche Schattenwürfe oder Projektionen evoziert. Mit der Täuschung der Wahrnehmung spielt Barbara Wiggli auch in "Er innern", 2015. Obwohl in langer Schnitzarbeit aus einem einzelnen Baumstamm heraus geschnitzt, erscheint diese Skulptur als ein Zusammengesetztes, das mit roten Holzschrauben befestigt ist. Als inertes Ganzes trotzt es nun der Zeit und strahlt doch die Unbekümmertheit und Bewegtheit eines Kinderspielzeugs aus.
Barbara Wiggli (*1966) verwendet in ihren Arbeiten unterschiedliche Materialien und Techniken. Sie schnitzt, fräst, klebt, bemalt, sprayt und verwendet gerne als Basismaterial verschiedene Holzarten. Ihre Ideen schöpft sie aus Strukturen und Bildern, die sie formal interessieren oder Erinnerungen in ihr aufrufen. Dabei wählt sie Strategien des Erschaffens, die entweder auf dem Zusammenfügen von Teilen oder dem Herausarbeiten aus einem Ganzen basieren.
In "Verlierer und Gewinner der letzten 4 Wochen" und "Branchenleader", beide 2012, werden statistische Diagramme aus Tageszeitungen in Objekte umgesetzt, in denen das Gefüge aus Punkten oder Kreisscheiben seiner Bedeutung enthoben wird und zu einem ästhetischen Gefüge mutiert. Bei den Neocolorarbeiten auf Holz aus dem Jahr 2013 scheint es vordergründig ebenfalls um eine Übersetzung eines schon Bestehenden zu gehen. Die hier entstandenen Strukturen aus Kreisen und Linien entspringen jedoch der Imagination der Künstlerin und die Farbzusammenstellung wird zu einem gewissen Grad dem Zufall überlassen, da sie erst durch das Abtragen der oberen schwarzen Schicht wiederum zum Vorschein kommt. "Gefasstes Fliessen", 2014, erinnert ebenfalls an ein Diagramm. Diesem "Holzbild" liegt jedoch eine Abbildung aus einer Nagellackwerbung zu Grunde. Der Moment des Fliessens wird auf zweifache Weise gefasst, indem er erstarrt und reliefflrmig in Holz gemeisselt ist und zusätzlich durch den grauen Lackrahmen hervor gehoben wird.
Einblicke und Durchblicke gewähren gleich mehrere Objekte aus den Jahren 2014 und 2015. Aus fünf Bilderrahmen setzt Barbara Wiggli in "Den Rahmen sprengen", 2015, einen neuen "Bedeutungsrahmen" zusammen. In "Einblick", 2014, wurde aus einem einzigen Stück Pappelsperrholz ein Stecksystem aus Positiv- und Negativformen gebildet, das zu einem Sehobjekt wird, das durch die blaue Bemalung vermeintliche Schattenwürfe oder Projektionen evoziert. Mit der Täuschung der Wahrnehmung spielt Barbara Wiggli auch in "Er innern", 2015. Obwohl in langer Schnitzarbeit aus einem einzelnen Baumstamm heraus geschnitzt, erscheint diese Skulptur als ein Zusammengesetztes, das mit roten Holzschrauben befestigt ist. Als inertes Ganzes trotzt es nun der Zeit und strahlt doch die Unbekümmertheit und Bewegtheit eines Kinderspielzeugs aus.